Brettstark – GSW holt Silber und Bronze in Hannover und qualifiziert sich doppelt für die Deutsche Meisterschaft

Hannover. Die Grundschule Wehrendorf, ausgezeichnet mit dem Gütesiegel „Deutsche Schachschule“, sorgte am 13.03.2026 erneut für Aufsehen in Niedersachsen und machte einmal mehr beste Werbung für den Bildungsstandort Bad Essen. In einem der ganz wenigen vom niedersächsischen Kultusministerium anerkannten und unterstützen Schulwettbewerb konnten die Schüler erneut durch Spitzenleistungen auf sich aufmerksam machen: beim niedersächsischen Schulschach-Landesfinale in Hannover – bei dem nur die beiden jeweils besten Grundschulen der Bezirke Weser-Ems, Hannover, Braunschweig und Lüneburg teilnehmen durften. Der Weg dahin war auch in diesem Jahr durch viel Trainingsfleiß geprägt. Schulleiter Stefan Hammerlage beschreibt den Einsatz an der Schule so: „Wochenlang vor wichtigen Turnieren befindet sich unsere Schule beinahe im Schach-Ausnahmezustand. Es wird gespielt, was das Zeug hält – morgens vor der Schule, in der Schach-AG und oft sogar freiwillig nachmittags nach dem Unterricht. Überall stehen Bretter, Figuren werden gerückt, Partien analysiert und neue Strategien ausprobiert. All das geschieht unter der engagierten Leitung unseres Lehrer-Trainers Daniel Adler sowie donnerstags mit Unterstützung von Norbert Düvel vom SV Bad Essen.“

Das Team der Jungen – bestehend aus Damian Ksionsko, Till Tontrup, Leander Aufderhaar, Thore Mundrziewski und Lucas Jost – hatte einen schweren Start. Gleich zu Beginn ging es gegen die Grundschule Wasserkampstraße aus Hannover. Diese lag im Landesfinale 2025 direkt vor der GSW, musste sich bei der Deutschen Meisterschaft 2025 allerdings deutlich hinter der GS Wehrendorf einreihen (Platz 21 gegenüber Platz 11). Was würde diesmal passieren? Trotz einer 1:0 Führung nach schnellem Sieg von Lucas Jost, setzte es diesmal am Ende eine 1:3 Niederlage. Kein Drama gegen ein Top-Team, das mit Vereinsspielern gespickt ist. In Runde 2 ging es gegen den Sieger des Weser-Ems-Finales: Die GS St. Martin Hagen a.T.W.. Hier zeigten die Wehrendorfer, welche Qualität in ihnen steckt und schlugen den letzten verbliebenen Gegner aus dem Osnabrücker Land souverän mit 4:0. Besonders hervorzuheben ist dabei das starke Spiel von Till Tontrup gegen Henri Fels.

Nach einer knappen 1:3 Niederlage (an drei Brettern nach Zeit verloren) gegen das zweite Team aus der Landeshauptstadt, die GS Feldbuschwende Hannover, die den benötigten 3. Platz ernsthaft gefährdete, mussten nun Siege her. Und die kamen auch: In der 4. Runde hieß es GS Wehrendorf – GS Adenbüttel (bei Braunschweig) 3:1. In Runde 5 und 6 hieß es sogar jeweils 4:0 gegen Göttingen und Steinbeck (bei Buchholz in der Nordheide). So war bereits vor Turnierende klar, dass die Wehrendorfer Jungen Platz 3 sicher hatten. Davon unbeeindruckt ließen sie in Runde 7 dennoch einen weiteren Sieg folgen und zeigten beim 3:1 gegen die Freie Schule Wendland erneut, wie gut sie sind. In der Abschlusstabelle belegte Wehrendorf mit 5 Siegen aus 7 Spielen sowie 10:4 Punkten hinter den beiden Grundschulen aus Hannover den 3. Platz in Niedersachsen! Brettstark!

Und die Mädchen? Durch äußerst erfolgreiche Turniere u.a. mit dem Sieg im Bezirksfinale Weser-Ems in Bad Zwischenahn, durfte das Mädchenteam der Grundschule Wehrendorf im Schuljahr 2025/2026 erstmals am Landesfinale der Mädchen in Hannover teilnehmen. Anders als im Turnier der Jungen waren hier nur noch die besten 5 Mannschaften Niedersachsens zugelassen. In der 1. Runde mussten Annabelle Respondek, Madlen Wetzel, Laura Droste, Maja Wettstein und Tilda Kuhlenkasper gegen die Grundschule Friedeburg antreten, gegen die sie im Weser-Ems-Finale 2:2 unentschieden gespielt hatten. In Hannover toppten sie ihre Leistung und besiegten die starken Ostfriesinnen hochkonzentriert mit 2,5;1,5. Von Lampenfieber auf großer Bühne war in der Landeshauptstadt also keine Spur! In der 2. Runde ging es gegen die GS Adenbüttel 1. Gegen die Mädchen aus der Nähe von Braunschweig gab es nach großem Kampf ein 1:3. Schade! In der 3. Runde hieß der Gegner GS Adenbüttel 2. Respekt, wer so eine starke Zweitvertretung hat, dass er sie bis zum Landesfinale durchbringt! Die Wehrendorferinnen mussten all ihr Können aufbieten, um am Ende durch umkämpfte Siege von Annabelle und Laura ein 2:2 Unentschieden zu erreichen. Puuh! Im letzten Spiel ging es gegen die GS Lehrte-Süd aus dem Raum Hannover. Nach einer unglücklichen Niederlage an Brett 1 sowie zwei schnellen Siegen von Madlen und Maja ging es nun an Brett 3 um alles. Ein halber Punkt zum Sieg musste her. Hier ging es hin und her und die Führung in der Partie wechselte stetig. Letztlich mündete die Partie nach einem sehr spannenden Turm-Bauernendspiel in einem leistungsgerechten Remis. Endstand: GS Wehrendorf – GS Lehrte-Süd 2,5:1,5. Mit 2 Siegen, 1 Remis und 1 Niederlage bedeutete dies sensationell Platz 2 für die Wehrendorfer Mädchen.

Fazit: Somit standen am Ende gleich zwei Wehrendorfer Teams auf dem Siegerpodest: das Mädchenteam holte die Silbermedaille, das Jungenteam die Bronzemedaille in Niedersachsen. Schulleitung, Kollegium sowie alle Schülerinnen und Schüler der GS Wehrendorf gratulieren den erfolgreichen Schachspielerinnen und Schachspielern sehr herzlich. Denn damit qualifizierten sich sowohl Mädchen als auch Jungen für das höchste deutsche Turnier: die Deutsche Meisterschaft 2026, die vom 19.-22. Juni in Düsseldorf bzw. vom 17.-20. Mai in Willingen ausgetragen wird! Außergewöhnlich! Viele Fotos vom Turnier in Hannover, Einzelergebnisse und Tabellen finden Sie wie immer unter www.gs-wehrendorf.de.

Noch ein kleiner Nachtrag: Das Team des Gymnasiums Bad Essen mit Mathis Schmidt, Alexander Bulba, Max Tontrup, Levi Neudert und Noah Rich belegte in Hannover in der WK 3 Platz 4 von 4 durch ein 2:2 gegen Hannover, eine unglückliche 1,5:2,5 Niederlage gegen Lachendorf (bei Celle) und eine 0:4 Niederlage gegen Braunschweig. Auch wenn sich die Gymnasiasten im Vorfeld natürlich eine höhere Punkteausbeute erhofft hatten, so kommt man aus neutraler Sicht zum Schluss, dass auch Platz 4 in Niedersachsen höchsten Respekt verdient und dies die beste Platzierung des GBE in den letzten 25 Jahren ist. Sie können also ebenfalls stolz auf sich sein!

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